Brandneu und erst seit Januar 2008
erhältlich ist der aktuellste Teil der Advance Wars-Reihe, der in
den Vereinigten Staaten den Titel „Days of Ruin“ trägt und in
Deutschland als „Advance Wars: Dark Conflict“ in den Handel
gekommen ist. Der Titel räumt mit dem Comic-Look der Vorgänger
auf, bedient sich an vielen Stellen ganz neuer Konzepte und lässt
auch die alten Offiziersfähigkeiten wegfallen. Eingefleischte Fans
werden möglicherweise das Eine oder Andere vermissen, dafür erhält
man ein spannendes Spiel mit neuem Charme, das ebenso wie die
Vorgänger eine interessante Herausforderung darstellt.
„Advance Wars: Dark Conflict“ ist
wieder ein rundenbasiertes Strategiespiel, bei dem kleine
Einheiten über ein Schachbrett-artiges Spielfeld gesteuert und so
optimale Strategien in die Tat umgesetzt werden können. Dabei wird
viel Wert auf die Story im Hintergrund gelegt, die zwar nicht neu
ist, aber spannend umgesetzt und mit jeder Menge Atmosphäre
versehen. Nach einem Meteoritensturm ist die Menschheit in der
Geschichte stark dezimiert,
rund 90 Prozent aller Erdbewohner sind dem Unglück zum Opfer
gefallen. Dicke Wolken aus Asche und Staub verdunkeln den Himmel
und so spielt „Dark Conflict“ vor einer düsteren Kulisse.
Liebevoll gestaltete Storysequenzen führen dabei durch die
verschiedenen Kampagnen, was dafür sorgt, dass man stets bei Laune
gehalten wird und nie den roten Faden der Handlung verliert. Als
Alternative zu den Kampagnen gibt es aber auch einen gut gemachten
Multiplayer-Modus, bei dem bis zu vier Spieler gegeneinander
antreten können. Außerdem gibt es einen umfangreichen Karteneditor
und eine umfangreiche Statistik, die online mit der von anderen
Spielern verglichen werden kann.
Im Spiel hat man es mit taktisch
aufgewerteten Gegner zu tun, die den Spielspaß deutlich erhöhen.
Einheiten können durch siegreiche Kämpfe bis zu drei Ebenen
aufsteigen und so bieten sich ganz neue strategische Möglichkeiten
– die letztlich aber auch voll ausgeschöpft werden sollten, um den
gewitzt agierenden Computer niederzuringen.
Das Gameplay per Steuerkreuz oder per
Touchscreen ist gewohnt gut, wurde aber um einige Features
erweitert, die den Spielspaß nochmals erhöhen, wie etwa das
einfach Zoomen auf die Übersicht per R-Taste oder eine
Copy-Paste-Funktion im Editor.
Ansonsten sind sowohl der Sound als
auch die Grafik rundum überholt und jetzt konsequent in einer
Linie gestaltet. Die vielen verschiedenen Musikstile wurden durch
einen durchgängigen Rockstyle ersetzt, die Soundeffekte wurden um
etwas Bass erweitert. Die Comicfiguren wurden durch
postapokalyptische Einheiten ersetzt und die Kampfanimationen
deutlich verbessert, sodass diese nun einen echten Augenschmaus
darstellen.
Einzig das Tutorial ist zu bemängeln
und fällt verhältnismäßig knapp aus, sodass Neueinsteiger ihre
liebe Mühe haben dürften, sich in die komplexen Strategien
einzufinden.