Age of Empires II - Age of
Kings (kurz: AoE II) erschien 1999 und trug maßgeblich zum Erfolg
der weltweit mehr als 16 Millionen mal verkauften Age of Empires
Serie bei.
Wie auch der Vorgängertitel bedient AoE II das Genre der
Echtzeitstrategie, indem der Spieler aus einer isometrischen
Vogelperspektive die Kontrolle über eines von 13 Völkern im
Zeitraum von 500 – 1450 n. Chr. übernimmt, Gebäude errichtet, die
Wirtschaft ankurbelt, die vier Ressourcen (Holz, Stein, Gold und
Nahrung) abbaut, Technologien erforscht und schlussendlich Armeen
aufbaut, um die Nachbarn zu unterwerfen. Jedes der 13 Völker
bietet hierbei individuelle Sprachausgabe, mit der sich die
Einheiten bei der Selektierung melden, exclusive Einheiten (wie
beispielsweise den Landbogenschützen bei den Briten) und eine
teilweise differenzierte Darstellung in den Gebäuden – so
unterscheiden sich beispielsweise Fränkische und Byzantinische
Bauweise deutlich.
Diplomatie ist lediglich ein Randaspekt des Spiels, welches sich
hauptsächlich auf kluge Einteilung der mit der Zeit versiegenden
Ressourcen sowie den Kampf gegen Nachbarn fokussiert. Vor allem
aus den Kämpfen zieht AoE II seine Faszination, da nicht bloß
pumpe Massenproduktion, sondern überlegte Einheiten– und
Upgradekombination zum Erfolg führt. Der Multiplayermodus, anfangs
nicht ausbalanciert, bietet seit den ersten Patches ebenso viel
Spielspaß wie der Singleplayermodus, in dem der Spieler neben
freien Gefechten auch historische Kampagnen, u.a. mit Kaiser
Barbarossa, ausfechten darf.
Die Graphik, zum Erscheinungsdatum Referenz, wirkt mittlerweile
zwar eingestaubt, und einige heutige Standards finden sich in AoE
II noch nicht – der geringe Preis sowie der nach wie vor hohe
Spielspaß machen dies aber locker wieder wett.
Peter, ohne Altersangabe