Bereits seit der NES-Ära gibt es Spiele
der bekannten und äußerst erfolgreichen Castlevania-Reihe, die
sich zurecht als eine der langlebigsten im Videospiel-Genre
durchsetzen konnte. Seit März 2007 ist nun bereits die zweite
Fortsetzung auf dem Nintendo DS erhältlich: nach „Castlevania:
Dawn of Sorrow“ kam nun „Castelvania: Portrait of Ruin“ in die
Läden, das sich sofort bei den Kritikern durchsetzen konnte und
das auch für Neulinge in der Castelvania-Reihe sehr interessant
ist.
Die Geschichte des Actionspiels ist wie
immer im Vampirkiller-Bereich angesiedelt, setzt aber auf eine
eigenständige Story, anstatt die Geschichte um Soma Cruz des
Vorgängers fortzusetzen. „Portrait of Ruin“ beginnt im Jahr 1944,
als Draculas Schloss aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs
aufersteht. Jonathan Morris, der furchtlose Nachkomme des
legendären Vampirjägers John Morris, macht sich daraufhin auf den
Weg ins Schloss, um dort das größte Abenteuer seines Lebens zu
meistern. An seiner Seite kämpft seine Jugendfreundin Charlotte
und Jonathan ist natürlich mit der berühmten Peitsche
„Vampirkiller“ seines Vaters ausgestattet, deren Kräfte er jedoch
noch nicht voll einzusetzen vermag.
Als Spieler übernimmt man die Steuerung
des Duos, das man in 2D-Ansicht durch das mächtige Schloss führen
muss. Dabei trifft man hin und wieder obskure Gestalten, die
hilfreiche Tipps für den weiteren Spielverlauf geben – vornehmlich
muss man sich aber mit zahllosen Gegnern beschäftigen, die zum
Teil in regelrechten Horden auf die Helden einstürmen und
niedergerungen werden wollen. Hierzu stehen neben der Peitsche
verschiedene andere Waffen bereit, wie etwa diverse Schwerter,
Speere, Äxte und Kampfringe, die in der Handhabung ganz
unterschiedlich sind, sodass jeder Spieler eine Lieblingswaffe
finden wird. Charlotte verfügt außerdem über erstaunliche
Zauberkräfte, die so manch prekäre Situation entschärfen können.
In jedem Abschnitt des Schlosses wartet am Ende – wie in diesem
Genre üblich – ein mächtiger Endgegner, der sich bisweilen als
ausladendes mutiertes Monster präsentiert, das dann kaum noch
Möglichkeiten zum Ausweichen lässt.
Die interessanteste Neuerung des Spiel
stellt dabei zweifellos das Zusammenspiel der beiden Protagonisten
dar, die abwechselnd eingesetzt werden können und beispielsweise
zum Lösen verzwickter Rätsel gleichzeitig aktiviert werden können.
Ansonsten setzt es auf solide und flüssige 2D-Grafiken, die beim
Monster-Gemetzel jede Menge Spielspaß aufkommen lassen. Außerdem
verfügt „Portrait of Ruin“ über einen der besten Soundtracks auf
dem DS, was ein rundum gelungenes Spielerlebnis garantiert.