„Kororinpa - Ball rolling Maze
Game“, auf deutsch etwa "Ball-roll Labyrinth Spiel" ist eine Art
komplexes virtuelles Murmelspiel für das Nintendo Wii. Das Spiel,
dass in der Tradition von Arcade Klassikern wie „Marble Madness“
und Sega´s „Super Monkey Ball Series“ steht, erschien zuerst 2006
in den USA, und lag dort als einer von mehreren Titeln der neu
erschienenen Wii Konsole bei. In Europa kam das von Hudson Soft
programmierte und von Konami vertriebene Kororinpa im Februar 2007
heraus.
Das Spielprinzip von Kororinpa ist denkbar einfach. Mittels der
Wii Fernbedienung steuert der Spieler eine Kugel durch unzählige,
witzig gestaltete Welten. Um das Ganze ein wenig anspruchsvoller
zu machen, wird dabei jedoch grundsätzlich nicht die Kugel selbst
bewegt. Stattdessen ist der Grund, auf dem die Kugel sich
befindet, frei dreh- und kippbar. Es gilt also, sich die
hervorragend simulierte Physik der Spielwelt zu Nutzen zu machen
um zwischen den Plattformen, aus denen jeder Kororinpa Level
aufgebaut ist, hin und her zu hüpfen, um Wände zu errichten oder
Hindernisse zu umgehen. Auf diese Weise soll der Spieler ein Tor
zu erreichen, das das Ende des jeweiligen Labyrinths markiert.
Und als sei das nicht genug müssen zudem im Level verstreute
orangene Kristalle eingesammelt werden. Ohne die wird sich das Tor
nämlich nicht öffnen. Optional erschließt das Sammeln grüner
Kristalle verschiedene Geheimlevel, und im Spielverlauf können
neue Kugeln freigeschaltet werden, etwa kullernde Katzen, Melonen,
oder ein Basketball. Sie alle unterscheiden sich von der Kororinpa
Standartkugel in diversen Roll- und Hüpfeigenschaften.
Mit 45 Leveln und 5 Bonusleveln wartet Kororinpa auf. So rollt man
etwa über Hausdächer, durch Wälder und Wiesen, über einen
Seerosenteich und sogar einen Frühstücktisch. Die Grafik
präsentiert sich dabei durchwachsen. Wer realistische Umgebungen
und hochaufgelöste Texturen erwartet, wartet bei Kororinpa
vergebens. Stattdessen ist das Design ganz auf knallige Farben und
witzige Details ausgelegt. Allerdings hat man sowieso selten die
Ruhe, sich genauer umzuschauen.
Dass das simplen Spielprinzip einen Heidenspaß machen kann, sollte
seit „Monkeyball“ hinlänglich bekannt sein. Doch die
bewegungsbasierte Wii Steuerung erweitert das
Geschicklichkeitsspiel um eine gehörige Portion Aufregung und
Hektik. Was Profis freut kann Einsteiger schon mal frusten, einige
Kororinpa Level sind für Einsteiger wirklich schwer zu knacken. Da
ist es um so trauriger, dass, hat man den Bogen erst mal raus,
Kororinpa relativ schnell zu Ende ist. 45 Level mit Spiegelmodus
scheinen noch immer nicht genug.
Alles in allem lässt sich dennoch konstatieren, dass mit Kororinpa
für das Wii ein Spiel bereit steht, das süchtig macht. Und für
alle, die dann nicht Genug kriegen können, steht mittlerweile ein
zweiter Teil bereit. "Marble Saga: Kororinpa" erschien in Europa
im August 2009