Seit dem 19. Oktober 2007 gibt es auch
für den Nintendo DS eine aktuelle Fortsetzung der bekannten und
mittlerweile 20 Jahre alten Spielereihe „Zelda“. Das Action
Adventure von Nintendo EAD hört auf den Namen „The Legend of Zelda:
Phantom Hourglass“ und übertrifft die Erwartungen, die an die
Zelda-Fortsetzung gestellt wurden, bei weitem. Das Spiel ist bei
weitem nicht nur ein warmer Aufguss des zugegebenermaßen alten
Themas, sondern ein eigenständiges phantasievolles Abenteuer, das
im Ein-Spieler-Modus mindestens 15 bis 20 Stunden Spaß und
Spannung verspricht. Wer das Adventure durchgestanden hat, kann im
Mehrspieler-Modus erneut der Legende von Zelda auf den Grund
gehen, was sich aufgrund der großen Erfahrung der Entwickler als
ebenfalls sehr kurzweilig erweist. Der Mehrspielermodus beschränkt
sich allerdings auf die weitläufigen Landschaften des Tempels des
Meereskönigs, der auch im normalen Spiel einen großen Teil der
Handlung prägt.
„Phantom Hourglass“ orientiert sich am
großen Vorbild „The Wind Waker“ und transportiert Spielspaß und
auch grafische Faszination gekonnt auf das Handheld-Format.
Natürlich zeigt die Grafik an mancher Stelle schwächen, wenn der
Nintendo DS an seine Grenzen gerät. Dankenswerter Weise wird das
grandiose Gameplay davon aber nicht beeinträchtigt. Denn hier
liegt eine wegweisende Neuerung in der Zelda-Reihe vor: das
Steuerkreuz kann getrost ignoriert werden, denn „Phantom Hourglass“
gehorcht den Befehlen des Touchpen. Diese ungewohnte und neue
Steuerung erweist sich aber als ausgesprochen gewinnbringend,
einzig die bekannte Rollattacke muss neu eingeübt werden und
bedarf jetzt einigen Fingerspitzengefühls. Insgesamt ist die
Kontrolle per Touchpen aber sehr intuitiv und geht dem
Zelda-Spieler innerhalb weniger Minuten ins Fleisch über.
Vielleicht einziger echter Kritikpunkt
an „Phantom Hourglass“ ist der recht einfallslose Soundtrack.
Immer gleiche Titel in jedem Labyrinth machen schnell müde und
stehen im krassen Gegensatz zum sonst so abwechslungsreichen
Spiel. Somit ist der Soundtrack nicht nur zu wenig umfangreich,
sondern auch zu unspektakulär und bleibt weit hinter seinen
Vorgängern zurück.
Spaß hat man mit dem Spiel aber
trotzdem zur Genüge und die Zelda-Reihe erfährt mit „Phantom
Hourglass“ eine Frischzellenkur, die Lust auf die weiteren
Fortsetzungen macht.
Jonas, 22