Von einer großen Fangemeinde mit viel
Vorfreude aber auch hohen Erwartungen betrachtet wurde die
Entwicklung des dritten Teils der bekannten Metroid-Reihe. „Metroid
Prime Hunters“ von Nintendo Software Technologies übertraf dann
aber sogar alle Erwartungen und gehört tatsächlich zu den rundum
gelungensten Spielen für den Nintendo DS – seine Vorgängen waren
für den GameCube konzipiert.
Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen
für den Nintendo DS verfolgt „Metroid Prime Hunters“ das neue Ziel
von Nintendo, den DS auch für Erwachsene attraktiv zu machen und
den Spielern etwas anderes zu bieten als „immer nur Mario“. So ist
das Spiel ein äußerst aufwändig gestalteter Ego-Shooter, der ein
echtes 3D-Spiel für eine Handheld-Konsole ist. Im Single-Player
tritt wieder die bekannte Heldin Samus Aran auf, die in den
letzten Jahren ein echtes Revival erfährt. Sie schlägt sich durch
allerhand mörderische Abenteuer und ist auch in 26 Videosequenzen
zu bewundern, die für viel Atmosphäre beim Spielen sorgen. Wie in
allen Metroids ist der Dreh- und Angelpunkt der Handlung das
Raumschiff, das hier auch als einziger Speicherpunkt verwendet
wird und eine gute Möglichkeit zur Orientierung auf den
dreidimensionalen Karten darstellt.
Besonderen Wert legt das Spiel aber
natürlich auf den Multiplayer, der die Online-Fähigkeit des
Nintendo DS ausschöpft. Hier kann man Deathmatches spielen, Last
Man Standings, Capture the Flag, King oft he Hill und das mit bis
zu vier Spielern. Umfangreiche Statistiken sorgen außerdem für
viel Spaß bei der Analyse der eigenen Leistungen.
Revolutionär an „Metroids Prime Hunters“
ist auch die ungewöhnliche Steuerung. Vielmehr sind es nämlich
zwei alternative Möglichkeiten zur Kontrolle, einmal, wie auf
Konsolen gehabt, per Steuerkreuz, andererseits aber auch mittels
Touchscreen und Stylus, sodass ein Ego-Shooter-Gameplay erreicht
wird, das man sonst nur vom PC kennt, wo man eine Maussteuerung
benutzen kann. Aufgrund der Symmetrie des Nintendo DS können beide
Steuerungen außerdem für Links- und Rechtshänder eingestellt
werden.
Ein kleines Manko ist sicherlich die
nicht gerade kreative grafische Umsetzung und die bisweilen
pixeligen Texturen, die einfach der Handheld-Umsetzung geschuldet
sind. Technisch ist die Grafik aber perfekt umgesetzt und die
Weitsicht ist ausgesprochen gut gelungen – gleiches gilt übrigens
auch für den fantastischen Sound, der alte Melodien mit neuen
kombiniert und die Metroid-Tradition fortsetzt.
Jonas, 22