Ungebrochen ist noch immer der
wahnsinnige Hype um die Pokemon, den man zwar nicht unbedingt
verstehen muss, bei dem Mitzumachen aber auf jeden Fall eine Menge
Spaß macht. So ist auch „Pokemon Rangers“, das im April 2007 für
den Nintendo DS auf den deutschen Markt kam, ein echter Tipp nicht
nur für Pokemon-Begeisterte. Denn das Spiel ist fraglos der
gelungenste Ableger der Franchise auf dem DS und kein gewöhnliches
Pokemon-Rollenspiel. Ausnahmsweise schlüpft man nämlich nicht in
die Rolle eines Trainers, der seine Pokemon überall auf der Welt
in Wettkämpfen einsetzt, sondern man übernimmt die Steuerung eines
Rangers, der in der Welt der Pokemon für Recht und Ordnung sorgen
muss und die kleinen Wesen wie eine Art Tierwärter oder Förster
betreut.
Scheint am Anfang der Handlung alles
noch ganz harmonisch zu sein, wird man später schnell auf eine
hinterhältige Bande von Pokemon aufmerksam, die Power-Poke-Bande,
die nur danach trachten, die Kontrolle über alle Pokemon zu
übernehmen. Bereits in der ersten Mission entwickeln sie eine
Geheimwaffe, mit deren Hilfe ihnen die kleinen Monster hörig
werden, weshalb der Spieler sofort in Aktion treten muss, um
„seine“ Pokemons zu beschützen.
Ansonsten läuft das Spiel recht
abwechslungsreich ab, denn ein Pokemon Ranger hat stets alle Hände
voll zu tun. Im Minutentakt melden sich verzweifelte Pokemons und
verlangen nach Hilfe, weil irgend etwas nicht funktioniert oder
einer ihrer Kollegen verrückt spielt. Unterstützung bekommt man
dabei von einem Pokemon-Kameraden, von dem man sich allerdings
jeweils nur einen aussuchen darf. Über die Zeit bekommt man einige
Taschenpokemon hinzu, die dann hin und wieder eingesetzt werden
dürfen, um unüberwindbare Hindernisse zu durchdringen oder andere
Probleme zu meistern, bei denen nur ihre ganz speziellen
Fähigkeiten weiterhelfen können.
Die Spielwelt von Pokemon Ranger ist
relativ klein, es gibt gerade einmal vier Städte und auch nur 160
verschiedene Pokemon. Langeweile kommt dennoch nicht auf, denn man
kann sich mit Einwohnern unterhalten, ein bisschen durch die
Gegend streifen und hat außerdem sowieso immer einen neuen Auftrag
zu erledigen. Dabei hilft es sogar weiter, dass die Welt
überschaubar ist, denn sonst wüsste man schnell nicht mehr weiter.
Insgesamt gilt es, zehn Hauptmissionen zu meistern, die um etliche
Bonuslevel erweitert sind und somit eine Gesamtspielzeit von etwa
12 bis 15 Stunden ermöglichen.
Pokemon Ranger bietet zwar wenig
wirklich neues, ist aber ausgezeichnet spielbar, abwechslungsreich
und phantasievoll. Bekannte grafische Element erwecken eher ein
Gefühl von Vertrautheit, als dass man sich gelangweilt fühlt und
auch die Musik ist ausgesprochen gelungen. Bemängeln kann man
allerdings, dass kein Mehrspielermodus entworfen wurden. Dank der
vollständigen Steuerung mittels des Touchscreens kommt aber auch
alleine jede Menge Spielspaß auf, wenn man sich in der
Vogelperspektive durch die Missionen hangelt.
Jonas, 25