Mitte der 1980er Jahre war es eine geniale Erfindung des
Programmierer Alexey Pajitnov, die eine unvergleichliche Welle von
Spielsucht auslöste, wie in der Geschichte der Videospiele
vielleicht keine zweite mehr auftrat: er erfand Tetris! Seitdem
gibt es quasi keinen PC auf dem Spiel nicht installiert ist, jeder
Game Boy-Spieler hatte das Spiel und nahezu unendlich viele
offizielle und inoffizielle Ableger des Spiels verbreiteten sich
über den ganzen Erdball. Da ist es nicht verwunderlich, dass
Nintendo auch für den multipel einsetzbaren DS einen
Tetris-Ableger auf den Markt gebracht hat, der auch im 21.
Jahrhundert die Spieler fesseln soll. Und eines kann man vorab
schon sagen: wer mit „Tetris DS“ einmal angefangen hat, wird sich
so schnell kein neues DS-Game mehr zulegen.
Natürlich ist an „Tetris DS“ erst einmal nicht neues – das alte
Tetrisprinzip ist das gleiche. Der Spieler muss verschieden
geformte Spielsteine, die immer aus vier kleinen Würfeln in
unterschiedlicher Anordnung zusammengesetzt sind, geschickt
aufeinanderstapeln, während immer neue Steine von oben ins Bild
rutschen. „Tetris DS“ bietet aber natürlich mehr als die
klassische Variante. So stehen etwa ein interessanter
Marathon-Modus oder eine „Barrikade“ genannte Spielvariante zur
Verfügung. Im Unterschied zum Original kann man die Steine
außerdem noch für einen kurzen Moment drehen und bewegen, wenn sie
die unterste Reihe schon berührt haben. Natürlich steigt mit
fortschreitendem Level auch die Spielgeschwindigkeit, sodass man
seine Grenzen immer neu ausloten muss. Interessant ist bei „Tetris
DS“, dass nicht nur der nächste kommende Stein angezeigt wird,
sondern gleich die nächsten sechs in der richtigen Reihenfolge –
taktische Finessen sind somit viel angesagter als in der
Urversion.
Daneben biete „Tetris DS“ auch Spielvarianten, die sich nur nach
leicht ans Original anlehnen. So muss man zum Beispiel im
„Fang-Modus“, in dem man in vier Richtungen gleichzeitig spielt
und einfliegende Teile geschickt zu Quadraten von vier mal vier
Steinchen Größe ergänzen muss, um sie verschwinden zu lassen.
Interessant ist auch der „Missions-Modus“, der dem Spieler in
jedem Level eine neue Aufgabe präsentiert. Eine echte Knobelei
stellt der „Puzzle-Modus“ dar, bei dem man insgesamt 200
vorgegebene Bilder aus Tetris-Steinen zusammenfügen muss. Für
Abwechslung sorgt außerdem der „Touch-Modus“, in dem sogar der
sonst nicht zum Einsatz kommende Touchpen Verwendung findet.
Ansonsten bietet „Tetris DS“ noch einen gut gemachten Multiplayer,
bei dem bis zu zehn Tetrisianer gleichzeitig puzzlen können.