Zugegeben: brandneu ist das 2005
erschienene „Zoo Keeper“ für den Nintendo DS nicht mehr, im
Bereich der Denksportspiele sucht es aber bis heute dennoch
vergeblich seinesgleichen und gehört deshalb zu den beliebtesten
Spielen für die kleine Konsole. „Zoo Keeper“ bedient sich dabei
einer alten Idee, die auch in verschiedenen Flash-Spielen im
Internet umgesetzt wurde, setzt aber die fantastischen
Gameplay-Möglichkeiten, die sich dank der Touchscreen-Fähigkeit
des Nintendo DS bieten, gekonnt um und leistet sich definitiv
keine Schwächen bei der Bedienung, was im Vergleich mit vielen
anderen Spielen als echte Stärke interpretiert werden muss.
Grafisch ist das Spiel solide gestaltet, nicht besonders
überraschend, aber dafür konsequent programmiert und der Spielidee
absolut angemessen. Das einfache Prinzip und die verschiedenen
Schwierigkeitsstufen sorgen allerdings dafür, dass einen das Zoo
Keeper-Fieber binnen weniger Minuten packt und einen für Tage und
Wochen nicht mehr loslässt. Der Suchtfaktor ist gewaltig und die
Anforderungen steigen mit zunehmender Schwierigkeit in angenehmer
Weise, sodass einem definitiv nie langweilig wird.
Das irgendwie schrill gestaltete Spiel
fesselt außerdem auch im Multiplayer und bietet so zwei Spielern
spannende Abenteuer. Aber auch abwechselnd nach dem Highscore zu
jagen macht Stunde um Stunde jede Menge Spaß.
„Zoo Keeper“ ist dabei ein recht
simples Puzzle-Spiel, das eine einfache Idee genial umsetzt. Auf
einem Spielfeld von acht mal acht Feldern Größe muss man als
Tierpfleger durch geschicktes Hin- und Her-Tauschen von ulkig
gestalteten Tierchen, die jeweils ein Feld einnehmen, die Tiere
einfangen. Dabei kann man stets zwei benachbarte Tiere durch
anklicken ihre Position tauschen lassen und bei drei oder mehr
Tieren in einer Reihe verschwinden diese vom Feld, sie sind
„eingefangen“. Stetig läuft die Zeit rückwärts und füllt sich nur
wieder auf, wenn genügend Kombinationen erspielt werden, sodass
unter Zeitdruck eine Menge Spannung zustande kommt. Unterstützt
wird das ganze von einem immer drängenderen Sound, der es dem
Spieler nahe legt, schneller und konsequenter nach neuen
Tauschmöglichkeiten Ausschau zu halten.
Ein weiterer interessanter Spielmodus
ist der Herausforderungs-Modus, bei dem es 20 verzwickte Aufgaben
zu lösen gilt und man beispielsweise exakt 20 Giraffen mehr
sammeln muss als Zebras. Punkte bekommt man dabei vom Zoo-Direktor
und wer sich wacker schlägt, darf sich am Ende in die Highscores
eintragen. Eine weitere Herausforderung ist der Modus „Auf Zeit“,
bei dem man sechs Minuten hat, um möglichst viele Kombinationen zu
schaffen.